06.12.2018 – Fachgespräch zum Thema „Fachkräftemangel und Digitalisierung im Handwerk“

„Fachkräftemangel und Digitalisierung“ war das große Zukunftsthema bei einem Arbeitstreffen der Handwerkskammer Niederbayern / Oberpfalz vertreten durch Herrn Hans Schmidt und der Arbeitsagentur Landshut / Rottal-Inn durch Herrn Robert Maier und Herrn Karl-Heinz Krenn.

Die Fa. Neumayr wurde durch die Mitglieder der Geschäftsleitung, Herrn Walter Gürtner und Herrn Rudolf Prex, Akademieleiter Herrn Christian Tausch, Personalleiter Herrn Christoph Falterer,den angehenden Meistern Herrn Dennis Luniak und Herrn Stefan Schmid sowie vom Auszubildenden Herrn Johannes Herrmann vertreten.

Hans Schmidt stellte den Standpunkt der Handwerkskammer dar und zeigte viele Möglichkeiten der Unterstützung für die Handwerksbetriebe auf. Die traditionell gute Zusammenarbeit wurde hervorgehoben und alle Beteiligten waren der Meinung, dass man mit der herkömmlichen Ausbildung, über die Technikerschulen bis hin zur Meisterprüfung bestens betreut ist und dies auch aufrechterhalten werden sollte. In neuen Themenfeldern der Digitalisierung aber müssen sich die Firmen selbst über Konzepte zur Fort- und Weiterbildung Gedanken machen, da dies kein Dienstleister leisten kann. Hierzu fehlen aktuell die notwendigen „Köpfe“. In Zusammenarbeit mit der Neumayr Akademie wird hierzu ein Konzept erarbeitet, welches nach Zertifizierung dann auch von der Agentur für Arbeit gefördert wird.

Herrn Maier lag am Herzen, sogenannte Späteinsteiger über eine Ausbildung bei der Handwerkskammer oder im Betrieb selbst ausbilden zu können. Hierzu wäre die Firma Neumayr ideal.

Einig war man sich in der Runde, dass der Fachkräftemangel im Handwerk viel mit dem schlechten Image des Handwerks zu tun hat. Hier müssen alle Beteiligten mehr tun, damit die Bewerber in Zukunft wissen, wie sicher ein Arbeitsplatz im Handwerk ist und welche Möglichkeiten es gibt.

Neumayr stellte sich als Unternehmen vor, das zu den ersten gehört die einen Mindestlohn von 12 Euro eingeführt haben und zwar für alle Beschäftigten. Außerdem zahlt man Bonuszahlungen für alle und Extra-Boni für bestandene Abschlussprüfungen. Walter Gürtner ist sogar überzeugt, dass man in einigen Jahren im Handwerk mehr verdienen kann als in der Industrie. Er begründet das, mit der Tatsache, dass die Industrie weiterhin Arbeitsplätze verlagern wird und es auch nicht gerade rosig um die Automobilindustrie steht, wenn der Verbrennungsmotor endgültig ausläuft. Neumayr hat den Kampf um die besten Talente der Region aufgenommen und möchte durch innovative Zukunftskonzepte Mitarbeiter ein Leben lang an sich binden. Neumayr-Mitarbeiter müssen gut verdienen, einen innovativen Arbeitsplatz einnehmen, in der Welt herumkommen, in einer familiären Umgebung arbeiten und trotzdem hier im Rottal verwurzelt bleiben.

Es gibt nicht viele Arbeitgeber, die in der Lage sind solche Angebote zu bieten.